Die österreichische Tragödie
„Die Eintracht zeigte sich jedoch nicht geschockt und schlug bereits vier Minuten später zurück. Der SCHWEIZER EURO-Teilnehmer Ümit Korkmaz versetzte auf der rechten Seite gleich drei Abwehrspieler, seinen präzisen Pass musste Fenin aus elf Metern nur noch zum Ausgleich einschieben.“
stand gestern noch auf Bundesliga.de zu lesen, heute ist es schon auf „der österreichische EURO-Teilnehmer“ korrigiert. Was uns eindrücklich zeigt, daß sich im Ausland niemand vorstellen kann, daß ein österreichischer Kicker etwas gutes macht, zb. drei Leute überspielt und einen Assist zu einem Tor zustande bringt. Es dauerte einen Tag bis der zuständige Redakteur das ändert. Niemand kann mehr glauben, daß in diesem Land jemand etwas auf dem Fußballfeld zustande bringt. Das ist jetzt unsere Chance…
Sehr geehrter Herr Eduard Hauswirth. Vielen Dank für Ihre patriotische Tat im Sinne des Sportes. Wir Österreicher und Österreicherinnen sind stolz auf unsere Sportler und Sportlerinnen und auch stolz auf alle Mitbürger und Mitbürgerinnen, die stolz immer wieder darauf hinweisen, welch großartige Sportler und Sportlerinnen Österreicher und Österreicherinnen sind, selbst wenn diese nicht ursprünglich Österreicher und Österreicherinnen waren oder sind. Gerne würde ich Sie (also Sie, Herr Hauswirth, weil sonst hätte ich das Sie ja klein – also sie – geschrieben) einmal zu einem gemeinsamen Dauerlauf entlang der wunderschönen Mur einladen. Dauerlauf bitte nicht wörtlich nehmen, ich habe wenig Zeit und könnte Ihnen einen Lauf von ca. 20 Minuten länge anbieten.
Hochachtungsvoll mit einem „Es lebe der Sport“,
Reinhold Lopatka